Roast Beefs 2

08.09. -11.09.2005

Baskerville Hall Hotel

Clyro - Hay-on-Wye

Roastbeef - damit haben wir bisher immer ein leckeres Essen verbunden, so stand unsere Teilnahme zu diesem Treffen relativ schnell fest : Um die ca. 1400 KM Kilometer von München bis Wales (UK) angenehm zu starten sind wir bereits am Mittwochabend losgefahren und haben auf der ersten Etappe bis kurz vor die französische Grenze knappe 300 KM absolviert. Am Donnerstag sind wir nach einem ausgiebigen Frühstück über Landstassen via Saarlouis, Thionville, Sedan, Cambrai und Lille nach Calais gefahren. Hier haben wir uns, da wir nicht vorgebucht haben, kurzfristig für den Eurotunnel entschieden, was sich zeitlich gesehen wirklich als die beste Alternative erwiesen hat: um 17:30h sind wir in Calais angekommen - um 17:20h waren wir in England (alles Ortszeit - als -1 Std in UK)!

Hier sind wir nun einer Empfehlung von einem mitreisenden Motorradpärchen gefolgt und haben kurz entschlossen unsere weitere Tourenplanung an die Südküste verlegt, so dass wir es an dem Abend noch bis Pevensey (zwischen Hastings und Brighton) geschafft haben. Alle Bedenken bezüglich Linksverkehr und "roundabouts" waren schnell vergessen und man hat sich auf die hiesigen Gegebenheiten eingestellt:

Auf unserer Suche nach einer Bed & Breakfast Möglichkeit sind wir dann auf das "Bay Hotel" gestoßen - einem 115 Jahre alten Haus im Viktorianischem Stil mit dementsprechender Ausstrahlung und inklusive "Real Ale Bar". Der Empfang war herzlich und ich komme schon wieder ins Schwärmen . . . .

Nach ein paar Guinness bzw. Cider, traditional Fish'n Ships und Chicken Wings fielen uns die Augen zu. Full English Breakfast - nichts für meine Maus, doch gehört es dazu und ich mabe mich überreden lassen (bis auf die Bohnenů). So gestärkt haben wir am frühen Vormittag die Motorräder, unter den wachsamen Augen eines 60-jährigen Engländers mit hervorragenden Deutsch-Kenntnissen, gepackt und sind Richtung Brighton aufgebrochen.

Von dort aus ging es via Southampton, Salisbury und Bath Richtung Bristol. Dort haben wir uns entschlossen die Autobahn zu nehmen um einen Bogen um den Großraum Newport/Cardiff zu schlagen. Über die typischen kleinen englischen Landstrassen sind wir dann nach Hay-on-Wye zu unserer Unterkunft gefahren - dem Baskerville-Hotel (jaja - dort liegen die Hunde von Baskerville begraben!)

Vor dem Hotel befand sich eine große Wiese auf welcher wir unser Zelt aufschlugen und recht schnell den ersten Kontakt hatten (Prost!/Cheers!).

Es dauerte nicht lange und Elke und Berthold aus dem hohen Norden kamen uns entgegen - gefolgt von Rob, der jedes Jahr zum deutschen Schmidtburgtreffen kommt und uns dieses Jahr zur Roastbeefrally eingeladen hat. Nach einer erfrischenden Dusche ging es in die Hotelbar wo wir unseren Flüssigkeitshaushalt wieder ausgleichen konnten. Nach einem typischen englischen Dinner (Sausages, mashed Potatos & Peas) und bei diversen Bierchen wurden wir dann von einem Alleinunterhalter unterhalten der a la Karaoke verschiedene Interpreten imitierte - was recht gut gelang. So ging ein anstrengender und sonniger Tag langsam zu Ende.

Am nächsten Morgen wurden wir durch das Geräusch von Regen aufgeweckt (was wäre ein Englandtrip auch ohne Regen ?). Nach einem weiteren Full-English Breakfast mit einer typisch englischen Warteschlange vor dem Buffett starteten wir die Ausfahrt mit ca. 35 Motorrädern durch die Tiefen der Black Mountains zu einem stillgelegten Kohlebergwerk, welches wir nach einer Stärkung mit Sandwiches und Chips gemeinsam besucht haben.

Nachdem Besuch haben wir beide uns von der Gruppe getrennt um in Ruhe unsere Vorräte (inkl. Benzin) für die Heimreise am nächsten Tag aufzustocken. Abends - nach einem Apperetiv vom Hotel und einem sehr schmackhaften Lammbraten - gab es noch eine Verlosung sowie diverse Prämierungen.

Mit Lecker Guinness und Cider ließen wir diesen Tag ausklingen und begaben uns in die verregneten Zelte. Der frühe Start am nächsten Morgen für den langen Rückweg war leider unumgänglich da wir noch die Stunde Zeitverschiebung mit berücksichtigten mussten. So waren um kurz vor 8 Uhr die Motorräder vollgeladen und der allgemeine Abschied abgeschlossen.

Der Rückweg ist schnell erzählt: gegen Mittag haben wir London umfahren und sind dort von mehreren hundert Motorradfahrern überholt wurden (selbige [lt. Angaben ca. 5000] waren grade von London auf dem Weg nach Brighton). Um 13.30h verließen wir mit dem Zug Dover und bewegten uns wieder Richtung Rechtsverkehr um inkl. der Zeitverschiebung gegen 20.00h in Merzig ein Hotel zu finden. Das es die letzten 50 KM durchgehend geregnet hat und wir in Schengen nichts gefunden haben intereesiert wohl wenige. Ein Schnitzel/Bauernschmauss und zwei Weissbier/Rotweinschorlen später befanden wir uns im Land der Träume.

Der Rest am Montag war dann nur noch eine Frage der Zeit und so kamen wir am frühen Nachmittag nach 3056 KM Gesamtfahrstrecke mit leicht geröteten Hinterteilen zu Hause an und hängten die Klamotten zum Trocknen auf. Fazit des Wochenendes: nun wissen wir wie man einen Kreisverkehr falsch rum fährt, wie viel KM eine Meile ist und das in unseren neuen Flachmann 6 oz passen

Euer Dirk